Wo finden wir das Glück, Katja Frenzel?
Shownotes
Mit "Praline oder Knackwurst" lockt Fanny Kratzer interessante Gäste vor das Mikrophon, die gesellschaftlich, politisch oder kulturell. Die wichtigste aller Fragen - Praline oder Knackwurst? Wird hier natürlich geklärt.
00:00 – Begrüßung & Intro • Einzug in Lüneburg: Begrüßung von Glückstrainerin Katja Frenzel. 01:15 – Ein holpriger, aber wertvoller Lebensweg • Vom Aufwachsen in einer Künstlerfamilie (Mutter Schauspielerin, Vater Puppenspieler) über eine Schneiderlehre an der Staatsoper Berlin bis zur frühen Mutterschaft mit 17 Jahren. Wie Katja durch einen Zufall doch zur Schauspielerei fand. 06:30 – Was uns die Schauspielerei über Menschen lehrt • Die Psychologie hinter Rollen und Emotionen. Wie man sich am Set selbst schützt: Das Ritual der imaginären Linie und das „Ausziehen“ von Emotionen mit dem Kostüm. 11:45 – Der Wendepunkt: Ausweg aus dem drohenden Burnout • Die ständige Existenzangst als Schauspielerin führt Katja fast ins Burnout. Als ihre Kinder beginnen, ihren Stress zu spiegeln, zieht sie die Reißleine und startet die Ausbildung zum „Schulfach Glück“. 18:30 – Lebenskompetenz & Das „Schulfach Glück“ • Was wir in der Schule nicht gelernt haben: Umgang mit Gefühlen, eigene Werte, Stärken und Potenziale. Warum dieses Wissen für alle Menschen frei zugänglich sein sollte. 24:15 – Glück im öffentlichen Raum: Die „Glücksexpedition“ • Katjas Verein „Genko Glückswerk“ und die interaktive Ausstellung in Lüneburg (aktuell im „Salü“), die Menschen hilft, eigene Stärken und Perspektivenwechsel zu entdecken. 28:00 – Ist Streben nach Glück in Krisenzeiten egoistisch?
🔗 Links zur Folge:
KVHS Gotha: Gotha und das Glück
Die Praline 🍬 wird präsentiert von: Viba Sweets Die Knackwurst 🌭 wird gesponsert von: Thuefleiwa Apolda
in Kooperation mit der KVHS Weimarer Land: https://kvhs-weimarerland.de
✨ Host: Fanny Kratzer
🎧 Podcast: Praline oder Knackwurst
Transkript anzeigen
00:00:02: Praline
00:00:03: oder
00:00:03: Knackwurst?
00:00:06: Der unterhaltsame Break führt zwischendurch.
00:00:35: Hallo, liebe Hörerinnen und Hörere.
00:00:37: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge.
00:00:39: Praline oder Knackwurst!
00:00:41: Und praline-oderknackwurst ist ausgezogen und heute in Lüneburg und wir dürfen recht herzlich unsere Glücksdreherin Katja begrüßen.
00:00:49: Hallo Katja.
00:00:50: Hallo.
00:00:51: Schön dass du da bist.
00:00:52: Das finde ich auch.
00:00:54: Wir wollen uns über das Thema Glück unterhalten.
00:00:56: Das ist ja ein Zufall.
00:00:58: Da steige ich gleich mal ein.
00:00:59: Bist Du eigentlich ein glücklicher Mensch?
00:01:01: Grundsätzlich Ja.
00:01:03: Das heißt aber nicht, dass ich jeden Tag Glück empfinde.
00:01:06: Aber ich würde sagen doch... Ich bin ganz zufrieden im Großen und Ganzen mit meinem Leben Und ich habe sehr viele Momente wo ich mich echt doll freuen kann!
00:01:15: Und du beschäftigst dich ja beruflich mit dem Thema Glück?
00:01:18: Ist das manchmal auch eine ziemlich große Verpflichtung sich dem Thema anzunehmen?
00:01:23: Nö
00:01:24: Also wenn man denkt man muss jetzt auf Bingen und Brechen alles gut finden dann ist es anstrengend.
00:01:30: Aber so ist es ja nicht.
00:01:31: Es geht eher darum das Leben nicht als ständige Herausforderung zu sehen, sondern zu gucken.
00:01:39: wie kann man aus dem was da ist, was Gutes für sich ziehen und daran wachsen.
00:01:45: Wir gehen nochmal gleich viel tiefer darauf ein aber vorher wollen wir dich natürlich vorstellen.
00:01:50: also Katja Frenzel Gluckstrainerin wohnhaft jetzt in Lüneburg, du bist in Dessau geboren und in Schwerin aufgewachsen.
00:01:59: Und eigentlich dein Leben lang begleitet dich die Schauspielerei.
00:02:04: Du bist gleichzeitig auch Mutter von vier Kindern und hast mittlerweile auch schon ein Enkelkind.
00:02:09: Und du sagst, dass dein eigener Weg eigentlich alles andere als geradlinig war?
00:02:16: Ja!
00:02:17: So rückblickend war das eher dein Glück, dass dein Weg ein bisschen holprig war oder ist es eher ein Chaos gewesen?
00:02:23: Wie würdest du das beschreiben?
00:02:25: Also Chaos würde ich's nicht nennen.
00:02:27: Ich sag mal so...ich hab das Leben genommen wie's
00:02:29: kam.
00:02:31: Wie kam's denn?
00:02:32: Es kam so, dass ich erst mal auf jeden Fall gar nicht Schauspielerin werden wollte.
00:02:38: Das wollte ich tunlichst vermeiden weil möchte ja immer am liebsten nicht das machen was die Eltern machen und bei der Eltern mein Vater Popenspieler meine Mutter Schauspielerin... Ich fand das so ein bekloppter Beruf!
00:02:50: Ich fand es toll was ihr auf der Bühne gesehen habt aber ich wollte den Job nicht machen weil mir nämlich wichtig war dass man auch genügend Zeit für die Familie hat.
00:02:56: und ich habe gemerkt Künstler haben das meistens nicht Und ich war sehr viel alleine mit meiner Schwester und das wollte ich einfach nicht für meine Kinder.
00:03:04: Punkt!
00:03:05: Und außerdem gab es da viele Hierarchien am Theater, an dem ich groß geworden bin... Das mochte ich gar nicht.
00:03:13: Also gab's ganz viele Machtspielchen und so und habe gedacht, oh, das gefällt mir für mein Leben jetzt nicht so.
00:03:21: Dann ... habe ich eine Schneiderlehre gemacht, an der Staatsoper in Berlin.
00:03:27: Ich wurde da eigentlich so ein bisschen reingeschubst von meinem Stiefvater damals, der gesagt hat du machst das jetzt?
00:03:32: Ich wollte eigentlich gerne Töpferin werden!
00:03:35: Ich wollte meine Ruhe haben irgendwo auf dem Land leben und töpfern... Und dann bin ich während dieser Zeit schwanger geworden und hab mit siebzehn mein erstes Kind gekriegt.
00:03:46: Alle haben gesagt ja mach doch die Lehre zu Ende.
00:03:47: und ich hab gesagt ich bin euch bescheuert, ich will sowieso nicht Schneiderin sein also mache ich das nicht.
00:03:54: Deswegen
00:03:54: habe ich dann
00:03:56: angefangen mich damit zu beschäftigen, was Kinder so brauchen.
00:03:59: Weil ich auch gemerkt habe dass ich sehr natürlich mit siebzehn an meine Grenzen gestoßen bin, was Geduld-, Kindererziehung und all diese Sachen anging und habe sehr früh angefangen zu lesen darüber Und hab ein paar sehr interessante Konzepte gefunden.
00:04:13: zum Thema Bildung Auch schon sehr frühe Bildung und hab eigentlich gedacht oh toll!
00:04:18: Ich werde Montessori-Pädagogin.
00:04:20: Und da ich aber kein Abitur hatte, habe ich dann Fachabitur angefangen im Bereich Pädagogik.
00:04:31: Das ging aber ... Es war so eine duale Ausbildung mit Fachabiture.
00:04:35: Ich hab zeitgleich im Kindergarten Praktiker gemacht und hab schon dann so schulisch auch was gehabt.
00:04:41: Aber es ging leider nicht lange gut, weil ich mit meinem Kind alleine war in Berlin Und der ist einfach ständig krank geworden.
00:04:48: Damals waren die Kinder auf Bewahrungsstätten, sag ich mal noch sehr am Ostniveau.
00:04:54: Das heißt, Kinder entgegennehmen Aufbewahren abgeben wieder abends und mein Kind hatte ständig Kehlkopfentzündung.
00:05:03: Weil er so viel geschrien hat dort.
00:05:04: Dann hab' ich immer gesagt ne das geht bei mich nicht.
00:05:06: Ich kann nicht lernen was anderen Kindern gut tut und meins geht gerade unter.
00:05:10: also habe ich das wieder abgebrochen.
00:05:12: Und dann bin ich durch Zufall zur Schauspielerei gekommen durch eine Freundin meiner Mutter, die gesagt hat los wir drehen hier ein Film.
00:05:18: Das ist genau deine Story macht das Spiel das und ich habe mich erst geweigert und sie sagt Mädel du musst Geld verdienen Du hast einen Kind zu ernähren.
00:05:26: Ich sag okay gut ja dann hab' ich's gemacht.
00:05:30: Und währenddessen habe ich eben diese Filmwelt kennengelernt und die Filmwelt war anders als die Theater Welt und es hat mir besser gefallen weil das nicht
00:05:38: so.
00:05:40: Ja, ich sag mal, das war respektvoller.
00:05:42: Ich wollte grad fragen, was unterscheidet denn die Filmwelt von der Theaterwelt?
00:05:46: Damals weiß auf jeden Fall so, dass die Leute nicht lange auf einem Haufen cockt haben.
00:05:50: Dadurch waren sie sich einander nicht überdrüssig und nicht so respektlos.
00:05:54: In der Filmwelt war es so, man traf sich, man machte einen Projekt.
00:05:57: Alle waren motiviert, haben alle am selben Strang gezogen.
00:06:00: Und ich persönlich wurde sehr gut behandelt.
00:06:04: Vielleicht hatte auch Glück mit den Leuten, die um mich waren.
00:06:06: Die haben mir viel beigebracht, waren sehr geduldig mit mir Und ich fand, dass man in kurzer Zeit relativ viel Geld verdienen konnte.
00:06:14: War auch damals so und ich genug Zeit für mein Kind hatte.
00:06:17: Das war das Hauptargument, was ich gedacht habe.
00:06:19: Ah geil!
00:06:20: Ich kann so ein paar Tage machen, was mir Spaß macht und dann hab' ich Zeit und Geld um mich meinen Kind zu kümmern.
00:06:24: Es fand ich ganz toll.
00:06:26: Und deshalb habe ich gesagt okay, dann bleibe ich jetzt mal dabei im Bilde mich da ein bisschen
00:06:29: weiter.".
00:06:31: Und daraus sind da viele Jahre geworden.
00:06:33: Das heißt, hast du eine Schauspielschule dann auch besucht?
00:06:36: oder war das dann Learning by Doing?
00:06:38: Learning By Doing und ich hatte immer private Schauspielehrer.
00:06:41: also immer wenn eine Rolle wieder
00:06:42: kam
00:06:43: habe ich mich mit einem Lehrer zurückgezogen und hab dann zu dem Thema gearbeitet und habe dabei eben Schritt für Schritt vieles Skills gelernt hatte aber auch durch meine Eltern einfach wahnsinnig viel mit gekriegt weil ich ja praktisch auf der Probebühne aufgewachsen bin
00:06:56: und klar viel mitbekomme.
00:06:58: Also du hast ja viele Jahre vor der Kamera gearbeitet und warst bei vielen Serien auch präsent.
00:07:05: Natürlich jetzt hier in Lüneburg, die prominenteste ist natürlich die Rute Rosen wo du jahrelang die Tina Bergerichter gespielt hast.
00:07:13: was hat dir die Schauspielerei über Menschen beigebracht?
00:07:19: Eigentlich alles.
00:07:20: also als Schauspieler darfst du ja Menschen sehr intensiv
00:07:24: beobachten
00:07:25: und wiedergeben sag ich jetzt mal.
00:07:28: Das heißt, man muss sich auch schon damit beschäftigen was motiviert Menschen?
00:07:32: Was haben sie für Sorgen oder Nöte die Sie antreiben, die immer wieder so durchkommen?
00:07:39: also das Interessante an Schauspielerei ist ja zum Beispiel dass nicht das was du sagst wichtig ist sondern das was eigentlich für ein Gefühl dahinter ist.
00:07:48: Also die Emotionen die dahinter steht.
00:07:50: Was hat der Mensch gerade und Jetzt mal ganz runter gebrochen, wenn jemand reinkommt und sagt, holst du heute Abend das Kind ab oder ich?
00:07:58: Dann kannst du das ganz normal sagen.
00:08:00: Oder du kannst spielen... Oha!
00:08:02: Eigentlich muss ich gerade tierisch auf Toilette und sag so, sag mal, kannst du dieses Kind abholen unter soll
00:08:09: ich?!
00:08:09: Okay, okay, gut.
00:08:10: Und dann verschwindest du wieder und alle denken sofort was hat die?
00:08:13: Man guckt ganz anders zu und das kannst du natürlich auch mit viel viel schwierigeren Themen machen.
00:08:19: Also was ist da für eine Verletzung in diesem Menschen drin und so?
00:08:23: Und deswegen habe ich mich sehr viel damit auseinandergesetzt, was treibt Menschen an?
00:08:26: Was verletzt Menschen?
00:08:28: Was sind die Prozesse, die gerade ablaufen bei einer Figur?
00:08:32: Und hab' mich eben sehr viel mit Psychologie auch auseinandersetzt dadurch.
00:08:37: Also das war jetzt so die Rolle, ne?
00:08:39: Die Rollen, die man spielt... ...und am Set selber lernt man da auch viel über Menschen.
00:08:45: Man lernt vor allem viel über sich!
00:08:48: Also ich habe gemerkt, für mich war das immer wieder eine Challenge zu gucken.
00:08:54: Was ist mit den Menschen um dich rum?
00:08:55: Aber du hast nicht die Zeit, um dich ständig damit zu beschäftigen was es mit den anderen.
00:09:00: Du musst eine Rolle spielen und du musst mit dir selber klarkommen.
00:09:03: Und dass mit dir selbst klar kommen ist glaube ich das schwierigste weil du deine eigenen Befindlichkeiten nämlich außen vorlassen musst.
00:09:10: Du muss funktionieren Und du musst emotional spielen, was einfach wahnsinnig schwierig ist.
00:09:16: Das heißt man muss sehr klar mit sich sein, was mache ich hier?
00:09:20: Für mich war das so... Ich habe mir immer eine Tages-Challenge gebaut.
00:09:23: Wenn ich gemerkt habe morgens heute fühle ich mich wackelig weil mir fehlt die Wertschätzung zum Beispiel.
00:09:31: Dann bin ich losgegangen und hab für mich gesagt okay, mir fehlt Wertschätzung, heute reagiere ich auf alles!
00:09:37: Auf wirklich alles, was mir entgegen kommt.
00:09:40: Das war nicht immer leicht.
00:09:42: Aber der Trick ist halt, dass in dem Moment wo du Wertschätzung rausgibst, ist die Wertschättung ja schon da in dir drin und man hat herausgefunden in der Hirnforschung das was du gibst sofort Glückshormone ausschüttet.
00:09:55: Immer wenn du gibest schüttelt dein System Glücks-Hormone aus und es heißt egal ob du das zurückkriegst oder nicht weil so am meisten Fällen kriegst hast du sofort den positiven Effekt Und du kannst dich selber stabil halten, indem du dir vornimmst okay das fehlt also mache ich
00:10:11: das.
00:10:13: Also wenn ich das, wenn ich dir jetzt so zuhöre verstehe als Person am Schauspielset brauchst du irgendwie eine gute Struktur und unglaubliche Selbstdisziplin um bei dir bleiben zu können damit du dann auch zu hundert Prozent in die Rolle gehen kannst?
00:10:30: Genau
00:10:30: ja.
00:10:31: Also wenn du dir vorstellst, du musst eine sehr emotionale Rolle spielen.
00:10:34: Es ist ja nicht so dass du die komplett von dir trennst.
00:10:38: Das heißt in dem Moment wo du das spielst bist du im besten Falle mit der Emotion verbunden, die du da hast und dann erlebst du eine kleine Parallelwelt für ein paar Minuten.
00:10:50: aber die Emotion ist ja da und du musst in die Emotionen reingehen und auch wieder rausgehen.
00:10:54: Das ist zum Beispiel auch wichtig.
00:10:55: Du musst lernen, die Emotionen hinter dir zu lassen.
00:10:58: Dann läufst du mich zu Hause rum und schnaut deiner Partner an.
00:11:01: Und denkst, hey was?
00:11:02: Wir haben es so gar nicht gestritten.
00:11:03: Warum bin ich denn jetzt so ... Ah ja!
00:11:05: Ich bin nicht aus der Emotion gegangen.
00:11:08: Also das muss man halt auch.
00:11:09: Man muss
00:11:10: einfach immer
00:11:11: versuchen wachzubebleiben mit dem, was gerade ist.
00:11:15: Gibt's dann Rituale wenn du sagst, ich hab für mich anstrengende Rolle gespielt oder so eine Emotion Und um dann hinterher rauszukommen und das vielleicht am Set zu lassen, gibt es eine Rituale für dich?
00:11:29: Also es gibt ... Das Reihen und das Rausgehen.
00:11:32: Für mich gibt's eine imaginäre Linie, die ich überschreite.
00:11:35: Dann ist natürlich auch spätestens wenn ich das Kostüm ausziehe, mache ich das immer mit dem Gefühl, ich ziehe jetzt auch die Emotionen
00:11:44: aus.
00:11:44: So, ne?
00:11:45: Es ist für mich so eine innere
00:11:47: kleine Hilfe.
00:11:48: Du hattest gerade ... gesagt, als Beispiel die Wertschätzung.
00:11:52: Und in dem Moment wo du die Wertchätzung gibst, schütte das Glückshormone in dir aus?
00:11:58: Da würde ich jetzt Schluss folgern... Also war die Schauspielarbeit vielleicht auch so eine Grundlage dass du dich mit dem Thema Glück und Glückscoach beschäftigt hast?
00:12:08: Nee tatsächlich nicht!
00:12:11: Ich habe es mir dann zur Nutze gemacht, als ich's wusste.
00:12:16: Dass sich da zu dem Thema gekommen hatte, tatsächlich mit meinen Kindern zu tun.
00:12:20: Also als Schauspielerin ist es immer so, dass man mal Jobs hat und mal ganz lange nix.
00:12:26: Und das heißt ich musste mich sowieso schon zweigleisig aufstellen,
00:12:29: d.h.,
00:12:29: ich habe auch Schauspielcoaching angefangen, ich hab am Set gekocht, Kinder begleitet an Schulen, Theaterinszenierung gemacht usw.
00:12:37: Und hatte immer, wenn ein Job durch war, musste ich sofort wieder auf Akquise
00:12:41: gehen.".
00:12:43: Ich wusste nie, wo kommt die Miete für den nächsten oder übernächsten Monat her.
00:12:47: Wo kommt das Essen her?
00:12:48: Es gab Zeiten, wo ich wirklich gedacht habe, oh Scheiße jetzt gibt es nur noch Spaghetti und Tomatensoße nix
00:12:56: anderes.
00:12:59: Aber das ging halt auch irgendwie.
00:13:00: aber dadurch war wenn ich irgendwann in so eine fast um einen Burnout gerasselt und schlimmer daran war nicht dass ich im Burnout gelandet bin sondern dass meine Kinder angefangen haben mich zu kopieren dass sie angefangen haben, weniger zu lachen und das Leben zu ernst nehmen.
00:13:16: Dass ich gesehen habe an ihrem Blick, das Leben ist schwer.
00:13:20: Das Leben ist anstrengend.
00:13:21: Und nicht
00:13:22: das Leben
00:13:22: macht Spaß, ich entdecke, ich bin
00:13:24: neugierig.".
00:13:25: Und das
00:13:25: war für mich der Punkt wo ich gesagt hab, nee jetzt Schluss!
00:13:28: Jetzt muss was anders laufen.
00:13:30: Ich will nicht, dass Sie das von mir lernen.
00:13:32: Ich habe Sie nicht dafür in die Welt geschickt.
00:13:35: beschreibst du auch auf deiner Webseite, dass das so ein Wendepunkt war.
00:13:39: Du sagst jetzt, so geht's nicht.
00:13:42: Das klingt alles schön wenn man es liest und
00:13:45: sachlogisch
00:13:46: wie man so schon sagt.
00:13:49: Und trotzdem ist das ja ... Also ich stelle mir das total schwer vor, dieses Mindset dann plötzlich so umzustellen.
00:13:56: Man versteht natürlich es muss sich was ändern.
00:13:59: man sieht wohin eine gewisse Verhaltensweisen führen Kinder kopieren das Verhalten und so weiter.
00:14:05: Das ist ja irgendwie rational verständlich.
00:14:08: Wie ist es hier gelungen?
00:14:10: Dann ins tun zu kommen dass dann auch umzusetzen?
00:14:14: also ich stell mir das Total Schwer vor so richtig wie so ein Stück hartes also harte Arbeit.
00:14:20: Erstmal war der Leidensdruck extrem hoch für mich.
00:14:26: Für mich war das größte, meine Kinder zu
00:14:30: haben
00:14:31: und ihnen eine Welt zu zeigen die sie lieben können.
00:14:37: Das wollte ich gerne für meine Kinder.
00:14:38: Und als ich gemerkt habe dass funktioniert nicht so wie ich es gerade mache War der Leitendruck für mich extrem hoch.
00:14:45: Ich wusste auch dass mein System grade nicht funktioniert dass ich das ganze System kippen muss.
00:14:51: Und es hat mir große Angst gemacht, weil ich nicht wusste was jetzt kommt und ... Ich hab mich dann tatsächlich die Ausbildung angefangen Schulfach Glück.
00:15:04: Da stand ich manchmal da und hab gedacht,
00:15:06: ich
00:15:07: kann da nicht hingehen.
00:15:09: Weil die Veränderungen, die da anstanden, mich wirklich auch irgendwie bedroht haben, ne?
00:15:16: Weil du musst dir alles... was bisher automatisch funktioniert hat, in dir hinterfragen und vielleicht sogar ablegen.
00:15:24: Und es hat mir
00:15:25: Angst gemacht
00:15:25: ganz oft!
00:15:26: Ich hatte große Widerstände und ich habe in diesem Schulfach Glück das erste Mal erfahren dass man mit seinen Widersten irgendwo hingehen kann und dann nicht abgewiesen wird Und man auch mal Nein sagen darf oder
00:15:41: man auch richtig
00:15:42: Scheiße drauf sein darf und traurig sein darf, wo man nicht immer funktionieren muss.
00:15:46: Also ich bin unheimlich definiert gewesen über Leistung und Funktionieren.
00:15:53: Wir haben es im Osten ja auch so gelernt.
00:15:54: Disziplin war das zweite Wort was mit Schule zu tun hatte.
00:15:59: Liebe Durchleistung.
00:16:00: Ja
00:16:01: genau!
00:16:04: Genau dieses Prinzip galt es zu brechen.
00:16:06: Und ich wusste aber nicht, was kommt dann?
00:16:08: und im Prinzip hab ich mich manchmal so gefühlt wie ein Kind das laufen lernt.
00:16:11: Ich stand in manchen Situationen und wusste nicht,was zu tun ist.
00:16:16: Also war nicht leicht!
00:16:17: Das war ein krasser Prozess.
00:16:19: Beschreib doch nochmal mehr über die Ausbildung zum Fachglück oder Unterrichtsfachglück.
00:16:29: Da geht's im Prinzip um Lebenskompetenz Also das, was wir in der Schule alle nicht gelernt haben.
00:16:37: Wie gehe ich mit unguten Gefühlen
00:16:39: um?
00:16:41: Was mache ich wenn ich Ziele erreichen möchte?
00:16:43: Wie hole ich mir Unterstützung?
00:16:46: Was sind meine Werte eigentlich?
00:16:47: Meine Werte!
00:16:48: Nicht die Werte meiner Eltern oder die Worte der Lehrer oder der Gesellschaft sondern meine.
00:16:52: Was ist mir wichtig?
00:16:54: Was habe ich für Stärken?
00:16:55: Was unterscheidet mich von
00:16:57: anderen?
00:16:58: Wie wichtig es ist dass wir alle unterschiedlich sind.
00:17:02: Was mache ich mit meiner Kreativität?
00:17:03: Was kann ich damit alles
00:17:04: machen?".
00:17:06: Also, nur Sachen sind dahinter.
00:17:08: Was ist eigentlich Potenzial?
00:17:09: Was macht mein Fokus
00:17:10: aus?
00:17:10: und so... Das waren alles
00:17:14: Dinge die ich irgendwie schon
00:17:16: so
00:17:18: mitgeschnitten hatte aber nicht wusste was sie eigentlich bedeuten.
00:17:22: Und jetzt wusste ich dann wie man die gezielt lenkt diese Fähigkeiten.
00:17:26: Und das fand ich ganz toll!
00:17:29: Aber ich habe auch gemerkt,
00:17:30: dass
00:17:30: dann noch... Also gerade an mir selber gemerkt.
00:17:33: Dass einfach auch Themen hoch kommen die extrem viel tiefer gehen und deswegen hab' ich ja dann noch systemisches Coaching hinten dran gehängt.
00:17:43: Sprechen muss ich ja nicht in meinem Job.
00:17:48: Weil ich gemerkt habe das die Prozesse, die dann manchmal losgehen nach einer viel tieferen Betreuung brauchen und ich Leute nicht alleine lassen wollte wenn ich merke die stoßen genau da dran.
00:18:01: Jetzt sagst du so Unterrichtsfach Glück.
00:18:04: das stelle ich mir vor.
00:18:05: die Katja geht jetzt hier in der Schule und sagt So Leute hier bin ich Ich bin jetzt eure Glückslehrerin.
00:18:12: legen wir los.
00:18:13: ist das so?
00:18:15: Schön wär's?
00:18:17: Aber so ist es nicht.
00:18:19: Die Schulen müssen Förderung beantragen, um mich zahlen zu können.
00:18:22: Es gibt immer eine Hemmschwelle.
00:18:24: Wenige Lehrer haben die Kraft, nebenher was zu beantreiben.
00:18:30: Meistens findet das in Form von Projektwochen oder Projekttagen statt.
00:18:35: Wir beschäftigen uns mit dem Thema Glück und es ist alles sehr kleinteilig, was man da machen kann.
00:18:42: Und das war auch der Punkt, wo ich gesagt habe eigentlich würde ich das gerne viel größer unter Menschen bringen.
00:18:47: Ich weiß nicht ob ich jetzt schon vorgreife aber bitte und deswegen habe ich ja ein Verein gegründet gegen Koglückswerk und wir haben eine Ausstellung zu dem Thema gemacht also wo Menschen selbstständig entdecken können was diese ganzen Fähigkeiten sind also Fokus Potenzial Werte usw.
00:19:12: definiert und was man damit
00:19:13: machen kann.
00:19:14: Und das ist eine selbsterklärende Ausstellung, jeder kann dahin gehen und kann seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen sozusagen – und dies freizugänglich gibt es hier in
00:19:22: Lüneburg.".
00:19:24: Dann laden wir natürlich alle Lüneburgerinnen und Lünebürger und Menschen aus der Umgebung und überhaupt alle Interessierten dazu recht herzlich ein!
00:19:32: Die ist im Moment zu sehen wo
00:19:35: Die Ausstellung heißt Glücksexpedition und steht im Moment im Salü, wechselt aber regelmäßig den Standort.
00:19:41: Deswegen auf unserer Webseite Glücksort Lüneburg findet man immer den aktuellen Standort.
00:19:47: Wir setzen das natürlich noch mal die Show Notes.
00:19:51: Also was hatte ich denn so an der Glücksforschung interessiert?
00:19:58: Mich hat interessiert Die Konzepte, die es gibt Menschen stark zu halten in Zeiten, in denen es wirklich schwierig ist.
00:20:07: Das war für mich so das Schönste, dass man im Prinzip Menschen sagen kann, pass mal auf.
00:20:13: Egal was außenlos ist, egal wie verrückt die Welt gerade spielt
00:20:17: du hast die Wahl!
00:20:19: Du hast die Wahl, wie du damit umgehst, was du für eine Haltung dazu einnimmst und du musst nicht das Opfer der Umstände sein.
00:20:25: Das fand ich das Schöneste.
00:20:27: daran
00:20:29: Könnte ich jetzt daraus Schluss folgen?
00:20:30: Glück kann man trainieren.
00:20:31: Ja, kann man.
00:20:33: Glück kann lernen ist tatsächlich das Logo noch von Schulfach-Glück.
00:20:38: Es gibt mindestens zwölf Verhaltensweisen die man trainiert kann, die deutlich das Glücksempfinden steigern.
00:20:47: Das kann man auch alles nachlesen.
00:20:49: es gibt eine Frau Sonja Libomirski hat Hau auf Happiness geschrieben und sie mehrere Forschungen und Forschungsarbeiten dazu veröffentlicht, was sie so zusammengetragen hat auf der ganzen Welt von Forschenden zu dem Thema.
00:21:04: Was eben da rein spielt, dass das Glücksempfinden gesteigert wird?
00:21:07: Und da ist sehr viel Soziales dabei.
00:21:11: Gedankbarkeit zum Beispiel ist dabei.
00:21:13: Der Umgang mit sich selbst, der liebevolle Umgang ... Ja also es sind viele Dinge die man durchaus mal anschauen kann.
00:21:24: Okay, wir gehen jetzt mal ans Praktische.
00:21:26: Wenn du mir heute noch eine einzige Übung mitgeben dürftest... ...mit der ich ab morgen ein bisschen glücklicher werde?
00:21:35: Welche wäre
00:21:35: das?
00:21:37: Ich würde dir eine Frage mitgeben und die Frage ist wozu es gut ist.
00:21:44: Also nicht immer gleich zu verurteilen was gerade passiert und dann mal so sagen oh das ist scheisse Katastrophe Oh Gott!
00:21:51: Das machen wir ja ziemlich schnell sondern einfach Erst mal zu denken, interessant.
00:21:57: Und einen Schritt zurückzutreten und dann zu fragen, wozu ist es gut?
00:22:02: Was macht das?
00:22:02: Was bedeutet das für mich?
00:22:04: Muss ich was umdenken?
00:22:05: Kann ich etwas umdenkeln?
00:22:07: Öffnen sich vielleicht Möglichkeiten und nicht nur schließen sich Wände.
00:22:15: Und dann einfach zu gucken, was kommt da für dich dabei raus?
00:22:18: Weil ich hab die Erfahrung gemacht ... Wenn sich Hindernisse in den Weg stellen, wenn sich Herausforderungen ergeben bedeutet das meistens nicht dass etwas zu Ende ist sondern nur dass du deine Strategie verändern darfst.
00:22:30: Und wenn da eine Wand ist und du läufst immer wieder dagegen es ist deiner Entscheidung die Wand immer anzusteuern.
00:22:36: Du könntest dich aber auch davor stellen und sagen ah eine Wand und die Richtung ändern das wäre vielleicht in dem Moment schlauer.
00:22:42: Ja
00:22:42: also es ist im Prinzip so eine Art Perspektivenwechsel sich besser zu reflektieren.
00:22:50: Es ist vor allem ein Wachwerden, also ein Hindernis.
00:22:53: bedeutet wenn du gegen die Wand läufst und du bist nicht wach und du rennst noch fünf mal dagegen tu's weh.
00:22:59: aber wenn du dagegenläufst merkst au hier is ne Wand dann bist du wach geworden und dann kannst du von da aus gut weiter gucken.
00:23:08: okay gut ich probier das morgen mal aufs
00:23:10: nicht mit der wand bitte.
00:23:15: Ich stelle mir morgen die Frage, wozu ist es gut?
00:23:18: Ich würde jetzt noch mal ein bisschen auf die höhere Ebene bringen.
00:23:21: Glück und gesellschaftliche Krisen betrachten.
00:23:24: also wir sitzen ja jetzt hier in Lüneburg, wo hier noch eigentlich wirklich alles schön ist aber grundsätzlich haben wir doch große gesellschaftlichen Herausforderungen, politische Herausforderungen.
00:23:38: Wir haben geopolitische Herausforderung.
00:23:40: also die Negativität der letzten Jahre hat sich irgendwie potenziert ist so der Eindruck und jetzt sitzen wir hier reden über Glück.
00:23:49: findest du das egoistisch wenn man sagt wir wollen eigentlich ein bisschen glücklicher sein gemessen an dem welches Leid auch in der Welt existiert?
00:23:57: und wir reden ja über Glück?
00:23:59: Also ehrlich gesagt halte ich ganze Vorträge darüber über dieses Thema.
00:24:05: Es viele Leute fragen sich, darf ich überhaupt was für mein eigenes Glück tun wenn die Welt komplett Kopf steht?
00:24:12: Ich stelle mal eine Gegenfrage.
00:24:14: Kannst du die Welt verändern, wenn du komplett am Ende bist?
00:24:18: Vermutlich nicht!
00:24:20: Ich glaube auch.
00:24:21: Kannste aus einem leeren Portemonnaie
00:24:22: spenden?
00:24:24: Auch schlecht.
00:24:25: Genau also geht es darum dich erstmal selber in Ordnung zu bringen, selber aufzufüllen starkzumachen damit du losgehen kannst und was tun kannst.
00:24:33: Also, was würdest du eine Menschen sagen?
00:24:35: Der glaubt, er dürfe sich quasi angesichts des Leids jetzt nicht glücklicher fühlen und er... Du hattest ja schon gesagt man muss sich selber stärken.
00:24:44: Aber wie gelingt es das?
00:24:45: die Menschen verstehen sie müssen sich selbst stärken?
00:24:49: Na zum Beispiel in dem man mit ihnen darüber redet und ihn genau diese
00:24:52: Fragen
00:24:52: stellt.
00:24:53: also wenn du etwas tun möchtest das meint
00:24:56: ich
00:24:57: weiß nicht wo ich anfangen soll.
00:24:58: also es gibt Menschen die benutzen dass was gerade passiert Um zu sagen, es wird alles immer schlimmer und möchten gerne ohne dass sie's wirklich bewusst merken das Opfer der Umstände bleiben um nicht handeln zu müssen.
00:25:13: Auch die muss man lassen.
00:25:15: ja.
00:25:16: aber die Menschen die sagen eigentlich würde ich gerne was tun Aber ist das alles zu groß?
00:25:21: Ich kann nichts bewirken.
00:25:23: Die könnte man abholen.
00:25:25: Und den würd' ich sagen Du kannst jetzt nicht bestimmte politische Richtungen mit einem Fingerschnippen oder einer einzigen Aktion verändern.
00:25:33: Aber du kannst immer in deinem Umfeld gucken, was ist hier los?
00:25:37: Und wenn nur ein Menschen beeinflusst einen Menschen dem es nicht gut geht oder der eine komische Meinung hat und mit ihm ins Gespräch zu gehen um ihn ein bisschen zu erweichen und zu gucken wie radikal muss diese Haltung sein oder nicht dann tust du wahrscheinlich viel weil dieser Mensch geht nämlich raus und redet wieder mit anderen Menschen.
00:25:57: Man darf nicht unterschätzen, wie schnell man eine Welle lostritt.
00:26:01: Jeder kann eine Wellel lostreten indem er in seinem unmittelbaren Umfeld guckt.
00:26:05: was kann ich hier bewirken?
00:26:06: Was kann ich tun?
00:26:07: und da ist auch Handlungsspielraum.
00:26:09: im großen Zusammenhang kann man Handlungsspielraum nicht wahrnehmen weil es einfach
00:26:13: zu groß
00:26:13: ist.
00:26:14: und das ist das was die Medien mit uns machen.
00:26:16: sie erzählen uns es ist Krieg Es
00:26:18: ist Krise
00:26:19: Die Umwelt geht kaputt komische Mächte übernehmen unsere Politik.
00:26:24: Wir sind alle am Arsch, das sagt uns die Medienwelt.
00:26:28: Ja absolut.
00:26:28: also ist auch gesteuert von Negativität.
00:26:30: Es ist komplett negativ.
00:26:32: Das ist komplett voll mit Problemen.
00:26:34: in den Nachrichten wird nicht gesagt heute haben sie wieder eine Lösung gefunden für folgendes medizinisches Problem und guck mal da hat jemand rausgefunden wie man die Meere von Öl befreit.
00:26:44: dass erzählen wir uns nicht.
00:26:45: das verkauft sich nämlich nicht das
00:26:46: gucken
00:26:47: die Leute nicht und es macht auch Menschen stark.
00:26:50: Und gewollt ist ja, dass wir eine träge Masse sind die sich gut steuern lässt und am besten Angst
00:26:55: hat.
00:26:57: Also ich komme noch mal auf die Frage zurück im Prinzip wenn jeder seinen Mikrokosmos mal beleuchtet und sieht das er darin handeln kann dann ist im Prinzip auch vielen geholfen?
00:27:07: Genau!
00:27:09: Das bringt mich jetzt zum Glücksort Lüneburg.
00:27:12: Wir hatten es ja schon einmal ein bisschen angerissen.
00:27:13: also wir möchten quasi Glück Verbundenheit und mentale Stärke mehr in den öffentlichen Raum bringen.
00:27:20: Also ich finde das total toll, weil das Glück sozusagen aus der Privatsphäre herausholt und zu einem öffentlichen Thema macht.
00:27:29: Kann eine Stadt glücklicher werden?
00:27:31: Nein, eine Stadt nicht aber die Menschen!
00:27:37: Ich sag mal so... im letzten Jahr haben wir ungefähr fünftausend Menschen erreicht hier in der Stadt.
00:27:42: Wir haben zwölf Events gemacht und haben verschiedene Ansätze gehabt, wie man Menschen anspricht.
00:27:49: Manchmal haben wir nur die Frage gestellt was macht dich glücklich?
00:27:52: Und haben mit den Menschen geredet.
00:27:54: Manchmal haben wir gesagt welcher Herzenswunsch es dein Leben lang liegen geblieben und haben sehr viele sehr berührende Gespräche geführt immer zu dem Thema bist du eigentlich ein Opfer der Umstände Oder kannst du was machen?
00:28:09: Oder gibt's ganz viel, was dich schon stark macht.
00:28:11: Einfach diesen Perspektivwechsel hinzukriegen also von das Leben ist
00:28:16: anstrengend
00:28:17: und viel zu groß für mich zu Guck mal hier kann ich was machen!
00:28:21: Und dass es der Punkt den nicht eigentlich bewirken möchte, dass die Menschen feststellen, dass sie einen Perspektivewechsel machen
00:28:28: können
00:28:29: und viele tatsächlich wissen es nicht.
00:28:33: Ein Grund, warum wir die Ausstellung gemacht haben ist zum Beispiel auch dass wir finden das es Chancengleichheit bedeutet wenn Menschen das wissen.
00:28:40: Wenn Menschen Wissen, dass sie die Perspektive wechseln können.
00:28:43: Wenn Sie wissen, dass die Umstände in diese hineingeboren werden nicht ihr Schicksal sind sondern dass sie das hinterfragen dürfen und aufbrechen dürfen und neu denken dürfen.
00:28:52: Und Es gibt aber viele Menschen sich das nicht mal wissen weil das Geld kostet dieses Wissen und nicht frei zugänglich ist.
00:29:00: Ja Wissen macht Also was müsste eine Stadt tun?
00:29:07: Vielleicht können wir auch direkt die Stadt Lüneburg mal adressieren, damit sich die Menschen wohlerverbundner weniger einsam fühlen.
00:29:16: Besser abgeholt
00:29:18: also meine Idee ist man kann sicher vieles tun und hier wird in lüneburg auch vieles getan.
00:29:22: es gibt ja ganz ganz viele tolle ehrenamtliche initiativen.
00:29:26: mein ansatz ist dass man einen ortschaft an dem dieses wissen zugänglich gemacht werden kann und an den Menschen auch dazu arbeiten können, also dass sie begleitet werden oder auch einander begegnen können, voneinander lernen können.
00:29:41: Und das wir dort auch zum Beispiel so eine geführte Begegnung anbieten können – das wäre unser Weg!
00:29:49: Ich frag mal nach was ist es denn für einen Ort?
00:29:52: Oder wie stellst du dir den Ort vor?
00:29:54: Also es gibt in London das Museum of Happiness, die machen genau das.
00:29:59: Wir haben versucht den Begriff ins Deutsche zu übertragen und haben gesagt wir würden gerne auch ein Glücksmuseum hier aufmachen.
00:30:05: Die Leute reißen die Hände hoch weil sie sagen oh nein des Verstaubt.
00:30:08: da sind dann Vitrinen so sehen und da muss man sich Sachen angucken.
00:30:12: deswegen sind wir jetzt auf Glücksexpedition umgeschwenkt was ich so ein bisschen interaktiver anhört.
00:30:18: Wir
00:30:18: brauchen eigentlich nur einen Ort dafür Damit wir Leute da abstellen können, die vor Ort sind und abholen können.
00:30:26: Klingt ja voll easy!
00:30:30: Wie ist der Weg dahin zum Ort?
00:30:32: Ist noch nicht so easy, weil alles was neu ist, was noch nicht da ist braucht immer ein bisschen Zeit.
00:30:39: Und braucht Menschen, die offen genug sind und die die Relevanz erkennen... Ich sag mal so noch nicht der überwiegende Teil, deswegen sind wir auch noch nicht soweit wie wir sind.
00:30:49: Aber
00:30:50: wir haben zum Beispiel hier in der VHS die Ausstellung kostenlos machen dürfen.
00:30:54: Wir waren im Galeria für acht Wochen durften da kostenlos stehen jetzt im Wim Salü.
00:30:58: also es gibt immer mehr Menschen die die Relevanz erkennen.
00:31:02: Das Salü für diejenigen die nicht aus Lüneburg sind ist das Thema ne?
00:31:06: Also das Bad.
00:31:07: Genau.
00:31:08: Ja also schon verschiedene Orte d.h.
00:31:11: ihr habt schon eine gewisse Aufmerksamkeit generiert.
00:31:14: Und was darf ich dir jetzt wünschen, dass das vielleicht mal ein fester stabiler Ort wird?
00:31:21: Total.
00:31:21: Also ich wünsche mir eigentlich Menschen die das unterstützen, die mir helfen, das zu strukturieren weil ich im Moment noch sehr viel Kopfarbeit alleine
00:31:34: mache.
00:31:35: Ich habe ganz viele tolle Helfer aber es muss halt viel organisiert werden, viel bedacht werden Förderung beantragen und so weiter Und da wünsche ich mir eigentlich mehr Menschen, die das mittragen.
00:31:45: Das wäre für mich so der nächste Schritt.
00:31:48: Wie sieht's denn in der Stadt aus?
00:31:50: Im Stadtrade
00:31:50: gibt es
00:31:51: da Menschen, denen diese Idee mittragen?
00:31:54: Im Stadtrat weiß ich nicht ...
00:31:55: Die suchen wir
00:31:56: noch.
00:31:56: Die suchen Wir noch!
00:31:57: Die Lüneburg Marketing steht komplett hinter uns.
00:32:00: Die ermöglicht uns auch immer draußen die Aktionen zu machen und da sind wir total super unterstützt.
00:32:09: Und die Lünepartner, das sind ein paar Unternehmen hier verbunden von Unternehmen in Lüneburg.
00:32:14: Die tragen das auch mit.
00:32:17: Das könnte natürlich immer noch mehr sein aber es sind auf jeden Fall schon Menschen da, die das Konzept verstanden haben.
00:32:24: Toll!
00:32:24: Das freut mich und wünscht dir natürlich dass weiter wohlwollend aufgenommen wird und noch mehr Unterstützer findet.
00:32:32: Wir schlagen jetzt mal den Drücke nach Thüringen wo Praline oder Knackwurst herkommt.
00:32:37: Wir sehen uns am vierten September in Gotar.
00:32:41: Dort veranstaltet die Volkshochschule zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung eine Nachmittag, der heißt Gotar und das Glück.
00:32:51: Und da bist du eingeladen und wirst einen Workshop geben?
00:32:54: Was wird denn die Menschen dort erwarten?
00:32:58: Nee ich werde ein Vortrag halten aber ein interaktiven Vortragen.
00:33:01: Das heißt es ist ein vortrag wo ... Menschen ein paar interessante Fakten über die Funktionsweise ihres Gehirns und ihres geistes erleben können, indem sie es selber ausprobieren.
00:33:16: Und anschließend reden wir noch ein bisschen darüber was die Essenz dieses Vortrages im Prinzip ergibt und was die Menschen so als herausfordernd empfinden wie man das umsetzt.
00:33:28: dann am Ende Und es gibt ein kleines, also ich mache noch einen kleinen Event.
00:33:36: Da steht ein kleiner Baum der erlaubende Hoffnung.
00:33:39: da können die Leute dran schreiben was sie sich wünschen für die Zukunft und wir reden mit den Leuten
00:33:45: über wie
00:33:45: man Gutes tut und Gutes in Bewegung bringt.
00:33:49: Was wünschst du dir denn als Ergebnis für die Leute die deinen Vortrag besuchen?
00:33:56: Ich wünsche mir dass ihr dass sie verstehen, dass sie eben nicht das Opfer der Umstände sind sondern dass sie ganz viele Möglichkeiten haben ihr denken und ihren wundervollen Geist einzusetzen für Sachen die ihnen wirklich wichtig sind und dass sie da handlungsfähig sind.
00:34:17: Und da finde ich als Volkshochschulmensch das total toll, dass Volkshochschule dafür ausgesucht wurde oder beziehungsweise, ich finde das Volk so schön einfach tolle Orte sind.
00:34:29: Weil sie natürlich Bildungsorte sind aber sie sind vor allem auch Orte der Begegnung und für den Austausch.
00:34:35: Und Menschen sollen Für mich auch erspüren dass dort der Raum ist wo man sich mal ausprobieren kann und wo man auch mal sowas testen kann.
00:34:44: wie fühlten Sie sich das jetzt an wenn ich die Perspektive wechsle?
00:34:48: Wenn ich vielleicht da ein bisschen ins tun komme?
00:34:50: also von daher finde ich es total schön dass es gelungen ist.
00:34:55: Du jetzt auch in Thüringen, also hier in Döneburg hast du ja schon mal der Volksschule zusammengearbeitet.
00:34:59: Aber das quasi die Glückswelle nach Thüring überschwappt und ich würde mich natürlich freuen wenn das Glück dort eine Weile zu Hause ist.
00:35:09: Brauchen wir an Zeiten zunehmender Einsamkeit vielleicht auch genauso dringend Orte für Glück und Begegnung?
00:35:18: Und nicht nur so zum Beispiel bei Volksschulen diese klassische Weiterbildung in Kursen und Veranstaltungen?
00:35:24: Wie siehst du das?
00:35:24: Ja, unbedingt.
00:35:26: Also was wirklich alarmierend ist, dass Einsamkeit nicht längst schon kein Thema mehr ist, was alte Menschen betrifft.
00:35:35: Die dreißig bis vierzigjährigen genauso wie die ganz jungen Menschen.
00:35:41: durch die Digitalisierung verlernen viele Kids, wie man in Kontakt tritt und wie man eine Beziehung aufbaut und pflegt.
00:35:50: Deswegen ist es ein ganz großes Thema in den analogen Austausch zu kommen, sage ich jetzt mal.
00:35:59: Face-to-face gemeinsam was tun und das können Orte sein wie dass man gemeinsam malt, sich einfach unterhält, eine handyfreie Zone macht, dass man wieder in einen Austausche kommt.
00:36:14: Es gibt Experimente wo sie Schülern für zwei Wochen die Handys abgenommen haben Und das war die ersten Tage extrem schwer für die Kids und hinterher haben sie gesagt, Sie hatten die Zeit ihres Lebens.
00:36:27: Weil sie sich ganz anders begegnet sind.
00:36:29: Sie haben sich ganz an das verabredet, sie haben gelesen ...
00:36:34: Sie haben Nachmittag
00:36:35: miteinander
00:36:36: verbracht.
00:36:38: also dass Dass man das wieder findet, dass man diese Zeiten schafft.
00:36:42: Diese Ortesschaft wo es möglich ist.
00:36:45: In Berlin gibt's Cafés die nehmen ich glaube zwanzig oder dreißig Euro dafür, dass sie die Handys in einen Schrank
00:36:52: einsperren
00:36:52: für zwei Stunden.
00:36:53: Das muss man sich mal vorstellen damit die Leute sich normal begegnen.
00:36:59: Wahnsinn,
00:36:59: das schafft ja ganz andere Verbindlichkeiten ohne Handy.
00:37:02: Man schaut nicht ständig drauf und ist nicht abgelenkt.
00:37:06: Ich glaube man findet eine ganz andere Qualität der Gespräche auch.
00:37:09: Absolut!
00:37:12: Ich gehe nochmal kurz zur Glücksfalle.
00:37:16: Also, ich finde es gibt ja so ... Ja.
00:37:18: Das ist in die Glimmensfalle.
00:37:19: Na ja!
00:37:20: Ist was wie eine Fleischspressende Pflanze?
00:37:22: Sie fliegen?
00:37:22: Nee,
00:37:23: aber wenn man mal sich den Markt anschaut und ist so... Es gibt einen richtigen Glücksmarkt irgendwie.
00:37:30: Es gibt Glückscoaches, es gibt Selbstoptimierung, Achtsamkeit, Resilienz, Dankbarkeit sind Themen, positive Affirmationen
00:37:39: usw.,
00:37:41: also kann dieses Streben nach glücklich sein, dann eigentlich auch unglücklich machen mit diesen ganzen Dingen die da diesen Glücksmarkt überfluten?
00:37:51: Ich sage mal so.
00:37:52: Wenn man damit rangeht dass man sich selbst optimieren muss ist man ja wieder im funktionieren und wieder in der Leistung wenn man davon weggeht von der Leistungen und ins Sein kommt.
00:38:04: also es geht nicht darum etwas bestimmtes zu erreichen oder so sondern
00:38:09: das ist
00:38:09: ja genau die Falle ist was kann ich noch alles erreichen und wer kann ich noch alles besser
00:38:15: werden,
00:38:16: sondern wärmen muss sich sein damit ich zufrieden bin.
00:38:20: Das ist die Frage nicht wann brennt es?
00:38:22: Wann ist das ganz toll und man ist richtig weit oben.
00:38:26: supergefühl also wie Leute denken verliebe fühlt sich immer an wie verliebt seien und beim glück ist es genauso.
00:38:32: glücklich sein heißt nicht dass du immer denkst wow geil Wahnsinn hey Wow!
00:38:36: Sondern Glück ist das
00:38:37: Gefühl dass du
00:38:38: abends Zuhause sitzt und denkst Boah der
00:38:41: Tag war schön.
00:38:42: Das hat mir Spaß gemacht, ich bin erfüllt.
00:38:45: Das ist Glück für mich und für viele Menschen ist das was komplett anderes.
00:38:51: Für den einen ist eine Begegnung, für den anderen ist ein tolles Essen.
00:38:54: Für manche Menschen ist es, dass sie ihren Beruf ausüben können, ihre Berufungen nachgehen können.
00:38:59: Es ist super unterschiedlich aber das Gefühl dieses zufriedene Stille-Gefühl zu sagen eigentlich in Großen und Ganzen geht es mir gut, das ist für mich das, worum's geht.
00:39:12: Also, nicht dieses auf Krampf suchen.
00:39:16: Warum bin ich nicht glücklich?
00:39:17: Ich mach doch alles richtig!
00:39:19: Ich funktioniere ja... also nicht diese toxische Positivität nenne ich jetzt mal so, ne?
00:39:24: Sondern man sieht so einen inneren Frieden finden.
00:39:27: Genau
00:39:27: und Glück bedeutet auch
00:39:29: dass
00:39:29: du okay bist damit das es dir nicht immer gut geht.
00:39:33: Dass du nicht immer die Tage hast wo du alles leisten kannst sondern dass es auch Tage gibt wo du sagst Heute geht gar nichts.
00:39:40: Und dass du mit dir liebevoll sein kannst, das ist auch Glück.
00:39:45: Ich komme jetzt nochmal auf die Person Katja Frenzel zurück und wir hatten ja gesprochen, Mutter von vier Kindern, jetzt Erwachsenenkindern, Schauspielerin Coach, Gluckstrainerin Unternehmerinnen usw.
00:39:57: und sofort.
00:39:57: also bist offensichtlich eine ziemlich aktive Person und du probierst gerne neue Dinge aus.
00:40:04: Und frage ich dich mal, was hat dich denn jetzt im Leben am glücklichsten gemacht?
00:40:10: Meine Kinder.
00:40:13: Brauche ich gar nicht lange nachdenken.
00:40:14: Das ist schön!
00:40:16: Was würdest du heute einem zwanzigjährigen oder einer Zwanzigjährigen mitgeben um ein gutes Leben zu führen?
00:40:27: Oh je ... muss ich kurz noch drüber nachdenke... Ich glaube ich würde einem zwanzigjährigen oder einerzwanzigjährigen Raten zu gucken, wer bist du?
00:40:42: Also nicht was wollen alle anderen von dir.
00:40:45: Oder was hast Du gelernt über was richtig und falsch ist sondern was es mit Dir?
00:40:49: Also wer bist Du?
00:40:51: Was sind Deine Werte?
00:40:52: Was in Deine Stärken?
00:40:53: Warum ist die Art wie Du bist vielleicht genau das was die Welt braucht?
00:40:58: Also voll interessant weil vorhin als es um deine Vita ging noch mit der Schneidererlehre Du hast dir das ja selber schon damals gesagt, ne?
00:41:06: Aber
00:41:06: völlig unbewusst.
00:41:08: Ich bin ja Stier
00:41:10: und Stiere sind sowieso sehr so ... mein Leben ich!
00:41:14: So sind Stiere.
00:41:15: Ja?
00:41:16: Bist du auch Stier?
00:41:16: Nee, ich bin Witter also ich bin nur on fire sag' ich.
00:41:20: Ja, Stiere ist bestimmt auch.
00:41:24: Sehr starke Charaktere.
00:41:26: Ich bin froh, dass ich kein Stierkind großziehen musste.
00:41:28: Ich war sehr anstrengend als Kind.
00:41:30: Was Willen angeht sind Stiere ordentlich.
00:41:36: Und deswegen ... Ich war schon immer selbstbestimmt und hatte auch Eltern, die mich größtenteils anti-autorität erzogen haben.
00:41:44: Von daher habe ich gelernt mein Wille zählt.
00:41:47: Aber Stiere können gebrochen werden.
00:41:49: Es gibt auch Stiere, die das verlernt haben?
00:41:53: Also deswegen, ich glaube das ist das Wichtigste was einen wirklich glücklich macht ist zu gucken wer bin ich und wie kann ich mit dem was ich bin auch mit der Besonderheit die vielleicht aneckt und aufhält genau damit relevant sein in der Welt und etwas tun was mich glücklich mag und anderen nutzt.
00:42:10: Und es wäre auch das was du deinem zwanzigjährigen Ich sagen würdest?
00:42:14: Wir hatten's ja.
00:42:15: so allgemein.
00:42:16: und jetzt auf dich nochmal rückblickend
00:42:19: Ich glaube, das wäre ein Rat, den mein zwanzigjähriges ich nicht brauche.
00:42:22: Weil ich dann doch schon sehr gesucht habe was mich glücklich macht.
00:42:29: Ich würde meinem zwanzigeren ich einfach sagen hab mehr Geduld weil ich doch manchmal sehr ungeduldig war dass es nicht schnell genug und du bist gut wie du bist würde ich mir auch
00:42:43: sagen
00:42:44: Weil ich glaube, ich hatte oft dadurch dass ich zum Beispiel meine Ausbildung nicht gemacht habe bis zu Ende dann nicht wirklich an der Schauspielschule war und so.
00:42:51: Ich hatte oft
00:42:52: das Gefühl,
00:42:53: dass das was ich kann nicht wirklich gut ist weil ich da ja keinen Schein für hatte.
00:42:59: also es lehm hat mir eigentlich immer etwas anderes gesagt ich hab hier gearbeitet und es ging auch.
00:43:03: aber das war so...ich hab oft gedacht man braucht dieses Papier
00:43:09: um das Papier eigentlich wichtiger als Die Skills, die man hat.
00:43:14: Das Papier beschreibt es ja nicht immer.
00:43:17: Selbst wenn man das Papier hat, heißt nicht dass man's kann?
00:43:19: Absolut!
00:43:22: Und das ist auch so eine Bewegung aus meiner Sicht über Good enough.
00:43:26: Gott sei Dank finde ich da gibt sehr viel Bewusstsein für um Menschen zu stärken und zu sagen du bist gut genauso wie du bist.
00:43:35: Halt das für super wichtig, dass man Leute daran auch bestärkt.
00:43:38: Genau für sich einzustehen und auch was mit Selbstliebe zu tun.
00:43:41: Ja
00:43:42: absolut!
00:43:42: Und das Schulsystem, was wir kennengelernt haben im Osten und was auch jetzt noch teilweise recht aktiv ist, sagt ja alle müssen gleich funktionieren und du darfst nicht individuell sein, sonst eckst du an und du wirst nix.
00:43:57: So Katja... Wir kommen jetzt nochmal... Sie sind fast am Ende aber ich habe noch zwei drei Fragen für dich?
00:44:05: Meine persönliche Glücksfrage an dich, wann hast du dich zuletzt so richtig glücklich gefühlt?
00:44:10: Das ist noch gar nicht so
00:44:11: lange her.
00:44:12: Du müsstest sagen jetzt gerade in dem Moment wo ich hier sitze aber du darfst auch was anderes sein.
00:44:18: Danke!
00:44:20: Wenn du das Bedürfnis hast dann.
00:44:23: Also tatsächlich habe ich vor kurzem einen Moment erlebt wo ich gedacht habe krass dass habe ich letztmals Kind erlebt und es war als ich jetzt gerade im Urlaub war Und es war so schön.
00:44:35: Wir hatten einen wundervollen Strandurlaub mit Palmen, Sonne, Wind mehr, gutem Essen und Ruhe.
00:44:43: Es war so angenehm und unaufdringlich, dass ich wirklich in der Hotel-Lobby saß und gedacht habe, ich will nicht nach Hause.
00:44:50: Ich will nicht, dass dieser Scheißbus jetzt kommt!
00:44:52: Und hab gemerkt, ich hatte jetzt so zehn Tage Puches sein.
00:44:57: Das fand ich toll.
00:44:58: Also mal so zu ... Ich mach alle Dinge gern die ich gerne mache.
00:45:03: diese Erfahrung nur da sein zu dürfen, das war für mich toll.
00:45:08: Wo war es im Urlaub?
00:45:09: Es war auf Forteventura tatsächlich
00:45:12: und mit wem hast du dort?
00:45:14: Mit
00:45:14: meinem
00:45:15: Mann.
00:45:16: Ja schön sehr schön.
00:45:20: Komm mal gleich so ein bisschen ins Urlaub schwellen.
00:45:24: Katja welche drei Songs beschreiben dich zurzeit am besten?
00:45:29: oder erwischte mich ja gerade genau richtig?
00:45:32: Songs ganz
00:45:33: spontan.
00:45:38: Es gibt von Gregor Mylensong, der heißt du bist das Licht oder ich bin das Licht.
00:45:42: Ich weiß gar nicht.
00:45:43: Ja?
00:45:43: Also irgendwas mit Licht.
00:45:45: Den finde ich ganz toll
00:45:47: weil er beschreibt
00:45:48: beide Seiten.
00:45:52: Dann gibt es einen der heißt Little Things da geht's um die kleinen Dinge im Leben.
00:45:58: Was aber ist?
00:45:59: ein sehr lustiges Lied
00:46:00: d.h.,
00:46:01: verliebt in mich und Das ist eigentlich so ein Rap-Song, wo es darum geht.
00:46:08: Dass doch scheißegal ist was die anderen alle sagen dass ich mich doch gut finden kann und ich finde mich jetzt einfach
00:46:13: gut
00:46:14: stark.
00:46:14: Wer singt das denn?
00:46:17: Feiern und Dalton steht hier.
00:46:21: Ich weiß nicht
00:46:21: ob du richtig ausgesprochen habt aber steht hier!
00:46:24: Das gibt ja Einblicke.
00:46:25: Danke schön.
00:46:28: So wir sind schon fast am Ende des Podcasts angekommen Aber die wichtigste Frage steht noch aus.
00:46:35: Wir sitzen hier vor einer Knackwurst von TÜV LIVER APOLLA gesponsert und von einem Großboden, der von Herzen kommt.
00:46:45: Von FIBA SWEETZ Beides echte Thüringer Originalprodukte.
00:46:51: Und an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank für die Unterstützung der beiden Firmen Für den Podcast und du darfst dich jetzt für eins von beidem entscheiden.
00:46:59: Ich muss nicht lange nachdenken ich bin eine Naschkatze Nougat kann ich nicht nein sagen, du mir leid.
00:47:06: Dann darfst du den Grußboden sehr gern mitnehmen.
00:47:11: Er kommt ja auch von Herzen und ich dank dir recht herzlich für das tolle Interview und ich freue mich dich dann ein guter zu sehen!
00:47:21: Ja, ich freu' mich auch, bis
00:47:22: gleich!
00:47:23: Bis dann, ciao!
00:47:27: Sie
00:47:27: hörten Pralina oder Knackwurst?
00:47:31: Mit Fanny
00:47:31: Kratzer vom Thüringer Volkshochschulverband.
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